Stiftung deutsche Landschaften

Dorf 4.0 Hessen

Strinz-Margarethä Teil der Gemeinde Hohenstein im Taunus, zwischen Wiesbaden und Frankfurt gelegen, ist ein Dorf mit Zukunft. Junge Leute wecken die alten mit der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion zusammenhängenden Gewerke zu neuem Leben.

Erste Arbeitsplätze entstehen. Zum ersten Mal wird ein neuer Bauernhof eingerichtet und erhält gleich die Auszeichnung „Archehof“, weil vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen gehalten werden.

Angefangen hat alles mit der Pflege heruntergekommener Streuobstwiesen durch den Landschaftspflegeverband Rheingau-Taunus.

Heute hat der Kelterverein eine leistungsfähige Kelteranlage, produziert und verkauft Säfte und die Bentheimer freuen sich über die Maische. Sortenreine Obstbrände, die zu hohen Preisen direkt an Hotels in Frankfurt und Wiesbaden geliefert werden, ergänzen das Programm. Der würdige und stressfreie Tod der Bentheimer in der Hofschlachtung wird mit einem Schlachtfest gefeiert und auch hier werden die veredelten Produkte direkt vermarktet – meist schon an die Besucher des Dorfes, das am Limes-Wanderweg liegt.

So ein Tier bringt allein 35 kg Schmalz, das Kilo zu 11 €. Hier verdient der Bauer direkt und nicht nur das, was Schlachtindustrie und Großhandel ihm übrig lassen.

In Strinz Margarethä zeichnet sich in ersten Umrissen eine postindustrielle, auf Lebensgenuss ausgerichtete Landwirtschaft ab, in der viele Menschen eine auskömmliche und befriedigende Tätigkeit finden können.
Galloways, Coburger Schafe und Ziegen übernehmen die Landschaftspflege.

Die gepflegte und lebendige Atmosphäre des Ortes zieht Familien aus den großen Städten der Nachbarschaft an, die hier ihr Haus errichten.

Das fällt umso leichter, als die Gemeinde schon vor vielen Jahren mit Gemeindearbeitern das ganze Dorf und auch die Bauplätze verkabelt hat und – anders als viele Taunusgemeinden – heute mit einem leistungsfähigen Netzanschluss werben kann.

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