Stiftung deutsche Landschaften

Ganzjahresweide mit Rindern im Südharz Niedersachen / Bremen

Die landwirtschaftliche Nutzung in der kleinteiligen Kulturlandschaft des Südharzes ist wie in vielen Regionen schwierig.

Magerrasen, Streuobstwiesen und viele Kleinhalden des mittelalterlichen Kupferbergbaus prägen das Gebiet. Einst weideten hier tausende Schafe. Heute trifft man nur noch selten eine Schafherde an. Dadurch nimmt die Verbuschung und Verkrautung zu und das hat fatale Folgen für die Artenvielfalt.

Jetzt gibt es ein von der EU gefördertes Modellvorhaben zu dieser Problematik. Auf 30 ha Projektfläche wurde die Möglichkeit der Ganzjahresweide mit Rindern getestet.

Ziel: Kulturlandschaft, Artenvielfalt und landwirtschaftliche Produktion durch verträgliche und aufwandarme Bewirtschaftung erhalten.

Die Ergebnisse des Projektes zeigen, dass die Kombination von ganzjähriger Beweidung und ergänzender Weidepflege auch auf kleineren Flächen eine Alternative zur herkömmlichen Nutzung der artenreichen Grünländer sein und ihre Erhaltung absichern kann.

Wirkung: Nach 5 Projektjahren kann eingeschätzt werden, dass die ganzjährige Beweidung mit Rindern aus naturschutzfachlicher und landwirtschaftlicher Sicht sehr erfolgreich verlief. In der Bevölkerung gab es eine sehr hohe Akzeptanz des Projektes. Die umfangreiche Information, die Garantie der Erholungs- und touristischen Nutzung und die regionale Einbindung spielten dabei eine entscheidende Rolle. Insbesondere wurde deutlich, dass Landwirtschaft und Naturschutz gleichberechtigt und auf Augenhöhe agierten. Auf die regionalen Besonderheiten (dörfliches Volksfest zu Ostern im Projektgebiet) wurde Rücksicht genommen.

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